Trockensubstanz-Gehalt (TS-Gehalt)

Der Trockensubstanz-Gehalt, kurz TS-Gehalt, oder Trockenmasse-Gehalt, bezeichnet den prozentualen Feststoffanteil in einem Stoffgemisch. Je höher der Anteil ist, desto trockener ist dieses Gemisch. Die Einheit des TS-Gehalts ist [Gew. %].

Wie bestimmt man den TS-Gehalt einer Suspension?

Zur Berechnung des TS-Gehalts einer Suspension sind bestimmte Eckdaten notwendig:

  • Dichte der reinen Flüssigkeit (meist Wassergehalt)
  • Dichte des reinen Feststoffs (Trockenrückstand)
  • Dichte der betrachteten Suspension notwendig

Die Dichten der jeweiligen Bestandteile haben die Einheit [kg/m³].

Formel für die Berechnung des Trockensubstanz-Gehalts einer Suspension

Beispielhaft Vorgehensweise zur Bestimmung des TS-Gehalts 

Die Messung der Trockenmasse geschieht im Labor. Eine abgewogene Probe des Stoffgemisches (teilweise Frischmasse genannt) wird entnommen und im Trockenraum auf über 100° C erhitzt, um die Restfeuchte (meist Wasser) verdampfen zu lassen. Der übrige Trockenrückstand wird gewogen und in Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich der Trockenstoff-Gehalt des Gemisches.

Die Trockenmasse als Maßzahl in der Lebensmittelindustrie

In der Zentrifugation dient der TS-Gehalt dazu, die Qualität des Trennergebnisses zu bestimmen. In der Lebensmittelindustrie wird beispielsweise bei Käse der Fettgehalt in der Trockenmasse durch diese Größe angegeben.

Die Trockenmasse als Qualitätsmerkmal bei der Klärschlammentwässerung

In der Klärschlammentwässerung lässt sich mittels dem TS-Gehalt die Konsistenz des entwässerten Schlamms bzw. Austragsprodukts feststellen (Paste bei 6 %, krümeliger Kuchen bei >20 %). Je trockener der entwässerte Schlamm/ Feststoff, desto mehr Kosten sparen Kläranlagen bei der anschließenden Verbrennung.

 

Quelle:

[1] Michael Wächter: Chemielabor – Einführung in die Laborpraxis,1. Auflage, 2011

[2] H.G.Kessler: Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik, 4. Auflage, 1996

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