Engineered For Your Success

Flottweg HTS-Dekanter®
zur Schlammentwässerung

  • Hohe Trockenmasseanteile – bis zu 35 % Trockenmasse für minimale Entsorgungskosten
  • 20 % Energieeinsparung dank Recuvane®-Technologie im Dauerbetrieb
  • Automatische Anpassung an variable Aufgabemengen und Betriebsbedingungen während des Betriebs

HTS = Höchster Trockenstoffgehalt

Die Zentrifuge für die Entwässerung von Klärschlamm

Der Transport und die Deponierung von Klärschlamm machen einen großen Teil der Betriebskosten einer Kläranlage aus. Je geringer das Schlammvolumen, desto geringer die Kosten für Transport und Deponierung. Daher ist eine effiziente Klärschlammentwässerung der Schlüssel zu einem kosteneffizienten Anlagenbetrieb.

Unser Flottweg HTS-Dekanter® erzielt den höchstmöglichen Trockensubstanzgehalt im entwässerten Schlamm und sorgt so kontinuierlich für Einsparungen bei den Transport- und Kosten der Deponierung. Er ermöglicht die effiziente und zuverlässige Aufbereitung einer Vielzahl von kommunalen und industriellen Klärschlämmen. Durch die Reduzierung des Schlammvolumens trägt er zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Betrieb bei.

Über 50 Jahre Erfahrung in der Klärschlammentwässerung und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Trenntechnik bilden die Grundlage für den Flottweg HTS-Dekanter®. In Verbindung mit Referenzen erfolgreicher Projekte aus aller Welt macht diese Erfahrung Flottweg zu einem der führenden Anbieter von Trenntechnik.

Höhere Entwässerungsleistung durch präzisen Feststofftransport

Die Dekanterschnecke fördert die durch die Zentrifugalkraft an der Trommelwand abgesetzten Feststoffe mit einer optimalen Differenzdrehzahl in Richtung des konischen Trommelendes. Diese bestimmt die Verweildauer der Feststoffe und beeinflusst den Trockenstoffgehalt. Verschiedene Schneckenausführungen ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Produkte und Prozesse.

Schnelle Prozessanpassung für gleichbleibend hohe Leistung

Das Überlauf-Wehr von Flottweg ermöglicht eine präzise Einstellung der Teichtiefe in der Dekanterzentrifuge. So kann die Anlage flexibel an Prozessänderungen angepasst und die Trennleistung deutlich verbessert werden – ganz ohne Demontage.

Optimale Trennleistung durch variable Differenzdrehzahl

Die Differenzdrehzahl zwischen Dekantertrommel und Förderschnecke bestimmt die Verweildauer und Verdichtung der Feststoffe und damit den Trockenstoffgehalt. Sie ist variabel einstellbar, um optimale Trennresultate bei wechselnden Produkteigenschaften zu gewährleisten.

Die folgenden Maschinen sind in der HTS-Version erhältlich:

Performance Boost

  • Niedrige Betriebskosten durch höheren Entwässerungsgrad und reduzierte Entsorgungskosten
  • Erhöhtes Drehmoment und offene Gitterstruktur für verbesserte Leistung und Energieeffizienz
  • Reduzierter Energieverbrauch und ökologischer Fußabdruck dank Performance Boost und Super-Tiefteich

Flex Concept

  • Modulare Bauweise ermöglicht individuelle Anpassung und vielfältige Auswahlmöglichkeiten
  • Zusätzlicher Konuswinkel steigert Anwendbarkeit und Betriebssicherheit
  • Upgradefähigkeit und Flexibilität durch modulare Bauweise und vielfältige Optionen

Human-Centered Design

  • Verbesserte Gehäuseabdichtung schützt vor Umwelteinflüssen und reduziert Ausfallzeiten
  • Klappbarer Riemenschutz ermöglicht einfachen Zugang für Wartung und Reparatur
  • Lärmreduziertes Design verbessert Arbeitsbedingungen und fördert ergonomisches Arbeiten

Engineered to Win: Die FW400 HTS für die Schlammentwässerung

Die FW400 HTS bietet modernste Trenntechnik, um das Schlammvolumen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig eine Vielzahl unterschiedlicher Schlammarten effizient und wirtschaftlich aufzubereiten. Er verarbeitet sowohl kommunalen als auch industriellen Klärschlamm, die je nach Herkunft unterschiedliche Eigenschaften und Feststoffgehalte aufweisen können.

Mit innovativen Funktionen, hoher Flexibilität und einem benutzerfreundlichen Design setzt der FW400 HTS-Dekanter neue Maßstäbe in der Klärschlammentwässerung. Als neuestes Mitglied der Dekanter-Produktfamilie bietet er zukunftsweisende Lösungen für ein breites Spektrum an Anforderungen und hilft Kläranlagen dabei, ihre Prozesse nachhaltiger, effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

So funktioniert der Flottweg HTS-Dekanter

Der Faulschlamm wird aus dem Faulturm in die Schlammzentrifuge gepumpt, wo die Entwässerung mittels Zentrifugalkraft erfolgt. Dabei wird der Feststoffgehalt des Schlamms von etwa 2–6 % auf 25–35 % erhöht, wodurch sich das Schlammvolumen deutlich verringert. Der Flottweg HTS-Dekanter® wurde speziell für die hohen Anforderungen der Klärschlammentwässerung entwickelt. Er eignet sich sowohl für die Entwässerung von Fäulnisschlamm als auch für die direkte Entwässerung von Überschussschlamm.

Dank seiner robusten Bauweise und seiner optimierten Trennleistung ermöglicht der HTS-Dekanter® eine zuverlässige und kostengünstige Schlammaufbereitung, verbessert gleichzeitig die Gesamteffizienz des Prozesses und vereinfacht die Schlammbewirtschaftung.

 

Weitere Informationen zur Funktionsweise unserer Dekanter finden Sie hier.

Typische Einsatzbereiche für den HTS-Dekanter®

Schlammentwässerung

Klärschlammentwässerung heißt, den im Faulturm ausgefaulten Schlamm zu entwässern und so das Schlammvolumen zu reduzieren. Erfahren Sie mehr zur Entwässerung und Schlammbehandlung.

Entwässerung Wasserwerksschlamm

Wasserwerksschlamm fällt bei der Reinigung und der Aufbereitung von Trinkwasser an. Um Transport- und Deponie-Kosten zu sparen, wird der Schlamm im Vorfeld entwässert.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Je nach Schlammart und Prozessbedingungen sind mit dem HTS-Dekanter® Trockenmassegehalte von 35 % TS und mehr möglich. 

Der tatsächlich erreichbare Wert hängt insbesondere von der Aufkonzentrierung, der Polymerdosierung und der Prozessführung ab und ist daher anwendungsspezifisch. 

Für die konkrete Auslegung sollte eine Schlammcharakterisierung bzw. ein Test mit repräsentativem Schlamm herangezogen werden.

Der HTS-Dekanter® trennt kontinuierlich Feststoffe und Flüssigkeit mithilfe von Zentrifugalkraft und kann einen Schlamm mit etwa 2 bis 6 % TS im Zulauf auf etwa 25 bis 35 % TS im entwässerten Schlamm aufkonzentrieren.

Der einzudickende oder ausgefaulte Schlamm wird kontinuierlich in die Dekanterzentrifuge gepumpt. Im rotierenden Trommel-Schnecken-System setzen sich die Feststoffe aufgrund der Zentrifugalkraft an der Trommelwand ab. Die Schnecke fördert die abgetrennten Feststoffe zum Feststoffaustrag, während das geklärte Zentrat abläuft.

Durch die Erhöhung des Feststoffgehalts lässt sich außerdem das zu transportierende und zu entsorgende Schlammvolumen reduzieren.

Der HTS-Dekanter® eignet sich insbesondere für die Entwässerung von Faulschlamm und Überschussschlamm. Für eine belastbare Auslegung sind unter anderem folgende Parameter relevant:

  • Zulaufkonzentration

  • Durchsatz

  • Temperatur

  • Sandanteil

  • Faserstoffe

  • Eignung des Flockungsmittels

Der HTS-Dekanter® ist für die Entwässerung kommunaler und industrieller Klärschlämme ausgelegt. Typische Anwendungen sind:

  • Faulschlamm aus kommunalen Kläranlagen

  • Überschussschlamm aus der biologischen Abwasserbehandlung

  • Mischschlamm aus Primär- und Überschussschlamm

  • Industrielle Schlämme mit vergleichbaren Separationseigenschaften

  • Wasserwerksschlamm, sofern Feststoffeigenschaften und Konditionierung dafür geeignet sind

Bei stark schwankenden Schlammeigenschaften, hohem abrasivem Anteil, Faserstoffen oder besonderen Anforderungen an Zentrat- und Austragsqualität sollte die Eignung im Rahmen einer Applikationsprüfung bestätigt werden.

Die Trennleistung lässt sich über die Teichtiefe, die Differenzdrehzahl, die Trommeldrehzahl, den Volumenstrom sowie die Polymerdosierung und Konditionierung an wechselnde Schlammeigenschaften anpassen.

  • Teichtiefe: Sie wird über das Überlaufwehr beziehungsweise verstellbare Wehrplatten eingestellt und beeinflusst Klärzone, Trockenzone und Zentratabwasserqualität.

  • Differenzdrehzahl: Der Drehzahlunterschied zwischen Trommel und Schnecke steuert Feststoffförderrate, Feststoffverweilzeit und damit den Trockenmassegehalt im Austrag.

  • Trommeldrehzahl und Volumenstrom: Sie werden an Schlammart, Feststoffgehalt und geforderte Trennleistung angepasst.

  • Polymerdosierung und Konditionierung: Sie werden auf Schlammart, TS-Gehalt und gewünschte Entwässerung abgestimmt.

Ein wichtiger Unterschied besteht bei der Verstellung: Die Teichtiefe wird im Stillstand eingestellt. Die Differenzdrehzahl kann dagegen während des Betriebs angepasst werden, um auf wechselnde Prozessbedingungen zu reagieren.

Die Teichtiefe bestimmt den Flüssigkeitsstand in der Trommel und damit das Verhältnis von Klärzone zu Trockenzone.

Eine tiefere Teichführung verlängert die Verweilzeit der Flüssigkeit und verbessert tendenziell die Klärleistung. Eine geringere Teichtiefe vergrößert dagegen die Trockenzone und kann höhere Trockenmassegehalte im Feststoffaustrag unterstützen.

Die optimale Einstellung der Teichtiefe ist daher immer ein Kompromiss zwischen:

  • Zentratqualität

  • Feststoffaustragsqualität

  • Durchsatz

  • Energieverbrauch

Die Wehrplatten werden im Stillstand eingestellt.

Der erreichbare Trockenmassegehalt wird unter anderem von Schlammart, Zulaufkonzentration, Prozessführung, Differenzdrehzahl sowie Polymerdosierung und Konditionierung beeinflusst.

Auch die Teichtiefe ist relevant: Eine geringere Teichtiefe vergrößert die Trockenzone und kann dadurch höhere Trockenmassegehalte im Feststoffaustrag unterstützen.

Bei der Auslegung sind darüber hinaus Durchsatz, Temperatur, Sandanteil und Faserstoffe zu berücksichtigen.

Ein einzelner Betriebsparameter reicht daher nicht aus, um den erreichbaren TS-Gehalt vorherzusagen. Für eine belastbare Bewertung sollten die konkreten Schlammeigenschaften und Betriebsbedingungen betrachtet werden.

Beim HTS-Dekanter® werden Endrive-Getriebeöl und Sympact-Wälzlagerfett eingesetzt.

Endrive-Getriebeöl:

  • für den Planetengetriebeantrieb

  • Ziel: hohe Lebensdauer, Verschleißschutz und energieeffiziente Kraftübertragung

Sympact-Wälzlagerfett:

  • für die Lagerung

  • Ziel: zuverlässiger Schmierfilm, reduzierte Reibung und höhere Lagerlebensdauer

Für Wartungsintervalle, Ölwechselmengen, zulässige Temperaturen und Ersatzschmierstoffe gelten die Angaben der jeweiligen Betriebsanleitung sowie die projektspezifischen Wartungsvorgaben.

Mit dem Recuvane®-System lässt sich die Antriebsenergie typischerweise um 10 bis 20 % reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt unter anderem von Teichtiefe, Durchsatz und Schlammbeschaffenheit ab.

Das System führt dem Hauptantrieb einen Teil der Rotationsenergie zurück, die beim drucklosen Ablauf des Zentrats normalerweise verloren geht.

Die Amortisation hängt von Betriebsstunden, Energiepreis, Maschinengröße und dem konkreten Recuvane® -Einsatz ab, sie kann daher nur projektbezogen ermittelt werden. Als Orientierung werden häufig wenige Monate bis zu zwei Jahre angegeben. Die tatsächliche Amortisationszeit sollte jedoch immer auf Basis der individuellen Betriebsbedingungen ermittelt werden.

Weitere Features des HTS-Dekanters®

Teichtiefe

Die Teichtiefe beeinflusst die Verweilzeit der Flüssigkeit und damit die Länge der Klär- und Trockenzone. Durch das Einstellen der Wehrplatten im Stillstand kann sie gezielt angepasst und die Trennleistung optimiert werden.

Schmierung

Zur Sicherung der Lebensdauer von Dekanterzentrifugen bietet Flottweg speziell abgestimmte Schmierstoffe an. Das Getriebeöl Endrive gewährleistet einen langanhaltenden Antrieb mit gutem Verschleißschutz und hilft, Energie zu sparen. Das Wälzlagerfett Sympact schützt Reibstellen und erhöht die Lebensdauer der Lager.

Recuvane®

Das Recuvane®-System senkt die Betriebskosten einer Dekanterzentrifuge, indem es den Energieverbrauch um 10 bis 20 % reduziert. Es gewinnt die bei der drucklosen Ableitung der Flüssigkeit verlorene Rotationsenergie zurück und unterstützt den Hauptantrieb. Das mechanisch robuste System ermöglicht die Einstellung mehrerer Teichtiefen und amortisiert sich meist innerhalb weniger Monate bis zwei Jahre.

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